|
Sattlerei
Bernhardt
Der Meisterbrief von 1904
|
Sattler-Familie
Bernhardt

Friedrich-Christoph Bernhardt mit Frau
1845
verlegte Sattlermeister Christoph Bernhardt aus Sachsen seinen
Sattlereibetrieb nach Burg in die große Mühlenstraße 6, das
heutige Museums-Gebäude. Die Sattlerwerkstatt ist der älteste Gebäudeteil
und hat sich seit 1845 nicht wesentlich verändert.
1874 übernahm Wilhelm Christoph Bernhardt (1845-1921) den väterlichen
Betrieb.
1878 wurde das Anwesen durch einen Anbau erweitert und entsprach den
heutigen Ausmaßen. Ein Raum im vorderen Teil des Hauses war zum
Unterstellen einer Kutsche, an der Polsterarbeiten ausgeführt
werden sollten, vorgesehen. 1895 ging der Betrieb von Wilhelm
Christoph auf seinen Sohn Friedrich Christoph Bernhardt (1875-1961)
über. Er
gab die Gerberei auf und erweiterte das Geschäft durch den Handel
mit Möbeln.
1957 übernahm Wilhelm Bernhardt (1920-1992) Urenkel des Gründers,
den Betrieb. Der Hauptgeschäftszweig war nun der Möbelhandel. 1965
wurde das Haus umgebaut und es entstand im vorderen Teil ein Möbelladen
mit zwei Schaufenstern.
1989 gab Wilhelm Bernhard, der keine Nachkommen hatte, aus
gesundheitlichen Gründen sein Gewerbe auf.
|
|
|
Die Museums-Sattlerei
Das Gebäude der alten Sattlerei
wurde die Heimat des Burger Museums. Bis kurz vor seinem Tode 1992 übte Wilhelm
Bernhardt hier sein Sattlerhandwerk aus. Es wurde hier über Jahrhunderte
nichts verändert, so dass die alte Sattlerwerkstatt im Urzustand erhalten
blieb. Um dieses einmalige Denkmal alten Handwerks für die Nachwelt zu
erhalten, handelte die Gemeinde Burg schnell, als das Berhardt´sche Haus
zum Verkauf stand. Das Burger Heimatmuseum sollte hier seine Bleibe finden.
Die alte
Sattlerwerkstatt ist heute Bestandteil des neuen Burger Museums und kann
dort an derselben Stelle wie seit über hundert Jahren im Urzustand
besichtigt werden.

|
|
Burger Museum
Landapotheke, Gewerbe & Schifffahrt
Große Mühlenstraße
6, 25712 Burg
Tel. 04825-902200 |
|

|
|