Auch aus dem Museumsamt in Schleswig kam grünes Licht:
Der Landesmuseumsdirektor Herr Dr. Helmut Sydow befürwortete ausdrücklich ein
Burger Apothekenmuseum im Nebengebäude. Da außerdem ein Städtebau-Förderungsprogramm in Burg angelaufen war,
schienen die Sterne günstig zu stehen. Aber man hatte die Rechnung ohne den
Nachbarn gemacht. Die benachbarte Kirche wollte einer Überwegung über
ihr Grundstück zum Museumsgebäude nicht zustimmen. Man wollte nicht
gestört werden und untersagte prompt per Anwalt jeden Zugang zur
Apotheke. Das war das Ende des Burger Apothekemuseums.
Seitdem gammelte die sehenswerte
Apothekensammlung in Stall und im Arzneikeller vor sich hin. Die Kontakte
zum Museumsamt in Schleswig wurden aber aufrecht erhalten. Zwischenzeitlich erwarb die Gemeinde
Burg das Sattlereigebäude der Familie Bernhardt, das als künftiges
Burger Heimatmuseum dienen sollte. Hier sollte auch die
Apothekensammlung von Peter Sommer eine Bleibe finden. Als die obere Etage des Burger Museums
im Frühjahr 2002 bezugsfertig war, gelang es endlich nach 23 Jahren, die
Schätze im alten Arzneikeller der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Das Planungs-Modell der Burger Museumsapotheke von Peter
Sommer
Eine schwierige Aufgabe war es, die Museumsapotheke im Obergeschoss des Heimatmuseums
auf engstem Raum authentisch
und glaubwürdig zu präsentieren. Die Pläne für die
Museumsapotheke waren fertig. Auf der Hauptversammlung im März 2002 stellte Apotheker
Peter Sommer anhand eines Modells erstmals das Konzept für die
Apothekeneinrichtung vor. Die Apothekensammlung stellte sich als so
umfangreich heraus, dass daraus eine komplette Museumsapotheke entstehen
sollte. Nach 15 Monaten harter Arbeit war dann die
Museums-Apotheke fertig und das Museum mit
Leben erfüllt. Seit dem 17. Mai 2003 können Sie das Leben in Burg über zwei
Jahrhunderte in
der großen Mühlenstraße hautnah erleben.